Stephen King – Schlaflos

ENDLICH!!

Es ist soweit. Ich habe Schlaflos von Stephen King beendet. Deswegen möchte ich, auch wenn ich es voraussichtlich nicht schaffe, diesen Beitrag sofort zu veröffentlichen, meine Eindrücke so ungefiltert, wie es eben geht, schildern (und ich bin froh, dass ich diesen Beitrag vorgeschrieben habe, denn kurz darauf gab mein Laptop den Geist auf….)

Und zunächst mal muss ich sagen, dass ich eine große Erleichterung verspüre, dass ich es endlich geschafft habe. Das mag jetzt recht dramatisch klingen. Aber ich habe Schlaflos seit Dezember letzten Jahres gelesen. Und vier Monate für ein Buch zu brauchen, ist für mich eine unfassbar lange Zeit. Zumal die Geschichte wirklich nicht schlecht war.

Wir begleiten darin den alten Ralph Roberts, der vor Kurzem seine Frau Carolyne verloren hat. Seitdem schläft unser Protagonist zunehmend schlechter, was ihn körperlich und seelisch mitnimmt. Schon bald kann Ralph kaum zwischen Realität und Fiktion unterscheiden. Und das gilt es im Laufe der 1040 Seiten aufzuklären.

Innerhalb der Geschichte geht es um einen großen Plan, den unbeeinflussbaren Zufall und das vorhergesehene Schicksal. Woran man als Leser bei all dem glaubt, bleibt einem völlig frei gestellt. Und das ist es, was mir so viel Spaß dabei bereitet hat, Ralph und seine Freunde zu begleiten. Die große Glaubensfrage, die aufgeworfen wird, ist keinesfalls der mahnende Zeigefinger, sondern mehr ein Hinterfragen der eigenen Einstellung zu solchen Dingen.

Jeder einzelne der Charaktere glaubt etwas anderes / hat eine andere Sicht auf die Geschehnisse, was es doch recht einfach macht, die fiktionalen Zutaten der Handlung für bare Münze zu nehmen. Da man sich immer mit irgendeiner Einstellung identifizieren kann. Im Laufe der Geschehnisse geht es schließlich unausweichlich auch um die ethische Frage, ob man ein Menschenleben mit einem oder mehreren anderen aufwiegen kann.

Ralph sieht sich plötzlich in der Position wieder, in den Lauf des Schicksals einzugreifen. Und das, obwohl er doch bloß ein Derry Altsemester ist. Die Frage, die er sich dabei all die Zeit stellt: „Wird sich die Geschichte noch einmal wiederholen?“

Schlaflos kann ich allen Lesern empfehlen, die nicht vor dicken Schinken zurückschrecken und gerne in eine Mischung aus Realität und Fiktion eintauchen.

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