Gedankenströme #2

Buch vs. E-Book

Ein Thema, das mich schon unheimlich lange beschäftigt, welches ich aber genauso lange schon vor mir herschiebe, ist der große Hype um E-Books. Wenn es um digitale Bücher geht, so wie wir sie aktuell kennen, ist wohl 1971 als markantes Jahr zu nennen.
Ich weiß, dass der Hype wesentlich später begann, aber lange, lange habe ich mich dagegen gewehrt. Für mich war es unverständlich, dass sich jemand einen E-Book – Reader zulegt und damit beginnt, dauerhaft auf einem Display Bücher zu lesen. Viele meiner Bekannten und Freunde begannen dadurch jedoch das Lesen so richtig zu genießen. Ob das nun mit der dazugehörigen Technik zu tun hatte und Lesen weniger diesen „verstaubten“ Charakter bekam, weiß ich nicht.

Denn ich habe es zwar hingenommen, dass viele Leute auf E-Books zurückgreifen, konnte es aber, wie gesagt, überhaupt nicht nachvollziehen.
Mein Herz schlug als vollkommener Nostalgie – Verfechter für die dicken Schmöcker und die schlanken Printausgaben. Egal, ob ich zu Hause oder in der Bahn gelesen habe, immer hatte ich ein Taschenbuch in der Tasche, das ich anfassen und riechen, sowie das Umblättern der Seiten hören konnte.
Die Haptik der Bücher war und ist für mich einfach etwas ganz Besonderes. Von diesem Gesichtspunkt aus gesehen mag ich auch eher Hardcover, als Taschenbücher. Doch da sind es oft der Preis und das Gewicht, was mich davon abhält, dazu zu greifen. Ich freue mich über jedes Hardcover, was bei mir einzieht, nehme es aber selten mit außer Haus.
Was den Preis angeht, versuche ich immer anhand der zu erwartenden Story zu entscheiden, ob sich für mir der Sofortkauf lohnt, oder ob ich mich bis zum Taschenbuch gedulden kann.

Beim E-Book hat man natürlich in beiden Punkten einen kleinen Vorteil.
Das Gewicht ist dabei natürlich völlig unerheblich, weil ein E-Book-Reader immer so um die 180 Gramm wiegt, egal, wie viele Bücher ich in meiner Tasche mit herumtrage. Preislich tut sich für mich persönlich nicht immer viel zwischen den Varianten. Allerdings, wenn ich mich für ein E-Book entscheiden würde, müsste ich nicht überlegen, ob ich bis zur Taschenbuchausgabe warte. Ich kann es mir schnell und einfach über ein paar Klicks zulegen. Und das auch noch egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit.

Wieso also habe ich mich selbst bis jetzt gegen E-Books gesträubt? Ich kann es euch nicht wirklich beantworten. Vor ein paar Jahren habe ich sogar einen Reader zu Weihnachten geschenkt bekommen, habe ihn eingerichtet und danach jahrelang nicht mehr angerührt – und das ist nicht übertrieben. Aber es macht mich traurig, dass ich einem Geschenk, über das sich Menschen meinetwegen Gedanken gemacht haben, so wenig Beachtung schenke.
Vor ein paar Tagen habe ich besagten Reader dann mal wieder ausgepackt, weshalb auch die Gedanken zu diesem Beitrag kamen.

Ich werde mein Glück mit dem Reader wohl noch einmal probieren. Denn die Digitalisierung schließt die Nostalgie ja nicht aus. Ich kann mir trotz allem noch Bücher ins Regal stellen, werde aber vor allem für Reisen und für die Arbeit wahrscheinlich mal auf den Reader zurück greifen und schauen, wie ich mich damit fühle.

Was haltet ihr denn von dieser Thematik? Lest ihr eher Bücher oder mehr E-Books? Mögt ihr lieber die Hardcover oder wartet ihr oft auf das Taschenbuch?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s