Richard Laymon – Das Ende

Ein paar Fakten
* Autor: Richard Laymon
* Titel: Das Ende
* Erscheinung: 12.03.2018, Heyne Hardcore Verlag
* Seiten: 304
* Schreibstil: kurze bis sehr kurze Kapitel (auch mal zwischendurch lesbar), verschiedene Perspektiven
* Inhalt: Er wartet auf euch … in schattigen Schluchten … in dunklen Wäldern … er lauert … um euch alles zu nehmen … euer Glück … eure Liebe … euer Leben … Er kommt immer näher … jagt euch … bis zum Ende!
Quelle: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Das-Ende/Richard-Laymon/Heyne-Hardcore/e500411.rhd

Meine Meinung

Schon oft habe ich den Namen Richard Laymon gehört. Am Häufigsten lese ich nun einmal Thriller. Und, wenn man auf der Suche nach etwas Neuem in diesem Genre ist, kommt man an diesem Namen nur schwerlich vorbei – so zumindest mein Eindruck. Denn im Internet stieß ich immer wieder auf Rezensionen zu seinen Geschichten und hörte, dass er kein Autor für Jedermann sei. Er schreibe recht speziell und skurril. Entweder liebe oder hasse man ihn – so zumindest die Aussagen.
Das machte mich natürlich erst recht neugierig und ich wollte wissen, zu welcher Kategorie Leser ich wohl gehöre. Ohnehin wollte ich schon länger etwas aus dem Heyne Hardcore Verlag lesen und konnte so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Da ich mir jedoch unsicher war, las ich mir zumindest eine Rezension zu seinem aktuellsten Werk durch. Darin war die Rede von flachen Charakteren und einer platten Story, bis kurz vor Schluss eine unerwartete dramatische Wendung käme.
Schließlich gab ich meine Grübelei allerdings auf und beschloss, mir einfach ein eigenes Bild zu diesem Autor zu machen. Durch das Label Heyne Hardcore und die Buchhändlerin, die mich unsicher musterte und fragte, ob ich Geschichten „blutig und abgedreht mag“, stiegen meine Erwartungen auf einen richtig guten Thriller. Oder etwas ganz Neues, was ich so noch nicht gelesen hatte.

Doch ich muss leider gestehen, dass meine Erwartungen nicht erfüllt wurden. Zwar wurden sie auch nicht direkt enttäuscht, aber beim Lesen hatte ich oft den Eindruck, es würde ein Klischee an das nächste gereiht. Dass die Charaktere flach bleiben, kann ich zwar nicht bestätigen, aber wirklich viel nachdenken, musste man bei diesem Thriller auch nicht.
Die Geschichte startet recht vielversprechend, doch nach einem grandiosen Start dümpelt sie für meinen Geschmack ziemlich lange dahin. Es gefällt mir sehr gut, wie Laymon den Leser auf gewisse Spuren lenkt, doch den urplötzlichen Anstieg zum dramatischen Ende mochte ich widerum gar nicht. Es kam mir zu plötzlich daher. Als es mir präsentiert wurde, war mein erster Gedanke: „Wo kam die Wendung denn jetzt auf einmal her?“ Das mag zwar unerwartet sein, aber es gab so gar kein Anzeichen dafür. Oder ich habe sie überlesen …

Laymons Schreibstil lässt sich dafür aber flüssig lesen. Durch die Geschichte kam ich sehr schnell durch, auch wenn ich glaube, dass einiges meiner Neugier geschuldet war. Ich wollte das Buch beenden und erfahren, was die Wendung sein würde und wie mir die Story gefällt.
Das alles mag auf den ersten Blick negativ wirken, aber ich weiß jetzt schon, dass ich zumindest ein zweites Buch von Laymon lesen werde. Vielleicht habe ich ja nur nicht seine beste Geschichte erwischt oder war durch die Rezension unbewusst voreingenommen.
Daher werde ich mir zu seinem nächsten Buch keine Meinung durchlesen und mich vollkommen überraschen lassen.

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